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Tutorial: Is My Wireless Card Compatible?

Version: 1.08 September 25, 2009
By: darkAudax

Translated by: drrot

Einleitung

Eine oft gestellte Frage ist „Ich habe eine WLAN-Karte Modell ABC, ist die mit Aircrack-ng kompatibel?“ oder „Welche Karte sollte ich kaufen?“ oder „Ist meine Karte injection fähig?“ und so weiter. Dieses Tutorial geht auf diese Fragen ein.

Diese Fragen zu beantworten benötigt einige Arbeit auf Ihrer Seite. Es ist nicht so einfach wie die Frage im Forum zu stellen und auf eine Antwort zu warten. Wenn Sie nicht erst Ihre Hausaufgaben machen, wird Ihnen dort keine Hilfe zuteil. Wenn Sie allerdings Ihre Hausaufgaben gründlich machen, werden die Leute alles tun um Ihnen zu helfen.

Wenn Sie planen eine Karte zu kaufen, dann ist es am einfachsten eine aus dieser Liste supported cards zu nehmen. Wenn sie Überlegen sich eine bestimmte Karte zu kaufen, können Sie mit diesem Tutorial auch bestimmen ob diese mit Aircrack-ng funktioniert.

Ein weiterer Punkt den ich erwähnen möchte ist, dass es viele kompatible Karten gibt die nicht in der supported cards section gelistet sind. Bitte, bitte nehmen Sie sich die Zeit es im Forum zu posten wenn Sie mit einer nicht aufgelisteten Karte erfolgreich sind. Dies ist der einzige Weg wie wir die Liste der unterstützten Karten vervollständigen können. Wenn sie posten, nennen Sie bitte den Hersteller, Modell, Version wenn nötig, Chipsatz und welche Treiber Sie benutzen.

Nun zurück zum Thema. Dies sind die Schritte denen wir folgen werden:

  1. Feststellen Ihrer Ansprüche und Systemanforderungen
  2. Die Grundlagen von WLAN-Karten lernen
  3. Den Chipsatz bestimmen
  4. Die Fähigkeiten des Chipsatzes prüfen
  5. Feststellen welche Treiber und Patches nötig sind
  6. Eine Karte wählen

Feststellen Ihrer Ansprüche und Systemanforderungen

Als erstes entscheiden Sie, ob Sie nur network traffic lauschen (listening) oder lauschen und Pakete injizieren (injection) möchten. An diesem Punkt ist es wichtig, sich klar zu machen, dass unter Windows nur gelauscht werden kann. Windows kann keine Pakete injizieren. Dies ist eine grundlegende Beschränkung. Außerdem gibt es viel weniger Karten die unter Windows kompatibel sind.

Abhängig von Karte und Chipsatz, gibt Ihnen Linux die möglichkeit sowohl zu lauschen als auch zu injizieren.

An diesem Punkt sollten sie sich in den folgenden Punkten entscheiden:

  • Welches Betriebssystem Sie nutzen möchten
  • Ihr bevorzugtes Hardware-Format (PCI, PCMCIA, USB, etc.)
  • Welche Features Sie benötigen (listening, injection)

Dies wird später im Tutorial wichtig werden.

Die Grundlagen von WLAN-Karten lernen

Eine WLAN-Karte wird immer von zwei Firmen hergestellt. Der Erste ist der Hersteller der Karte selbst. Beispiele für Kartenhersteller sind Netgear, Ubiquiti , Linksys und D-Link. Es gibt noch viele weitere Hersteller außer diesen Beispielen.

Der zweite Hersteller ist der, der den Chipsatz in der Karte produziert. Dieser ist der wichtigere. Unglücklicherweise ist er meist der am schwierigsten zu erkennende. Das ist so weil die Kartenhersteller meistens nicht wollen, dass jemand weiß welchen Chipsatz sie benutzen. Wie auch immer, für unsere Zwecke ist es unerlässlich den Hersteller des Chipsatzes zu kennen. Den Hersteller zu wissen erlaubt Ihnen zu überprüfen welche Betriebssysteme unterstützt werden, Software Treiber Sie benötigen und welche Limitierungen mit ihnen verbunden sind.

Es ist sehr wichtig den Unterschied zwischen beiden Herstellern zu kennen. Nur den Kartenhersteller und das Modell zu kennen bringt Sie nicht weiter. Was Sie wirklich wissen müssen ist die Chipsatz-Kennung. Der nächste Schritt beschreibt wie Sie den Chipsatz Ihrer Karte oder der Karte die Sie zu Kaufen planen bestimmen können.

Den Chipsatz bestimmen

Okay, dies ist der wirklich schwierige Teil. Ich werde Ihnen von Anfang an sagen, dass Sie Ihre Nachforschungen in diesem Schritt sehr sorgfältig durchführen müssen um Erfolg zu haben. Wenn Sie allerdings Glück haben dann ist ihre Karte bereits in der supported card section und diese gibt Ihnen jede benötigte Information.

Wenn das nicht der Fall ist, müssen Sie erst einmal bestimmen welchen WLAN-Chipsatz Ihre Karte benutzt. Dies kann mit einer oder mehrerer dieser Techniken getan werden:

  • Suchen sie im Internet nach “<Ihr Kartenmodell> Chipsatz bzw. chipset“ oder “<Ihr Kartenmodell> linux“. Ziemlich oft finden Sie verweise zu dem Chipsatz oder Erfahrungen anderer. Dies ist bei weitem der einfachste und erfolgreichste Weg den Chipsatz zu bestimmen. Versichern Sie sich indem Sie mehrere Einträge lesen um deren Inhalt zu überprüfen.
  • Suchen Sie im Forum
  • Sie können auch einen Blick auf die Windows Treiber-Namen werfen, es ist oft der Name des Chipsatzes oder des benötigten Treibers.
  • Überprüfen sie die Webseite des Herstellers. Manchmal steht dort welcher Chipsatz eingebaut ist.
  • Auf manchen Karten wie z.B. PCI, können Sie den Chipsatz sehen. Suchen Sie nach einem Namen wie Atheros, Texas Instruments, etc. Die Chipsatz-Nummer kann auch oft gesehen werden.
  • Alle WLAN-Karten die in den USA verkauft werden, müssen von der Federal Communications Commission (FCC) überprüft werden. Meist werden genau diese Geräte überall auf der Welt verkauft. Jedes Gerät muss eine FCC identification number (ID) auf der Platine selbst haben. Wenn Sie diese ID haben, dan können Sie die FCC ID Search benutzen, um genaue Details zu bekommen. Sie werden den Hersteller, das Modell und meistens auch den Chipsatz erhalten. Die Equipment Authorization information page stellt allgemeine Informationen zur Verfügung.

Hier sind einige weitere Quellen um festzustellen welchen Chipsatz Sie haben:

Kartenhersteller tragen zur Verwirrung noch bei indem sie die gleiche Modellnummer behalten aber den Chipsatz ändern. Hier werden Sie die Worte „card revision“ oder „card version“ lesen. D-Link scheint die oft zu tun. Also sehen Sie erst nach ob dies auf Ihre Karte zutrifft. Die Version ist typischerweise auf dem Aufdruck der Karte in der nähe der Seriennummer oder der MAC Adresse. Lesen Sie die D-Link Seite für ein Beispiel für eine Karte mit verschiedenen Revisionen.

Wenn Sie also den Chipsatz bestimmen, versichern Sie sich revision/version in einer Suche mit einzubeziehen. Suchen Sie z.B. nach „DWL-G650 C1 chipset“ und nicht nur „DWL-G650“. Die revision/version ist sehr wichtig.

Wenn Sie Linux benutzen gibt es einige Möglichkeiten Karteninformationen und vielleicht den Chipsatz zu bestimmen. Hier sind einige Methoden:

  • Das „dmesg“ Kommando kann ziemlich oft ausgeben welche benutzt Karte wird und welcher Chipsatz verbaut ist
  • Wenn es eine ISA card ist, haben Sie normalerweise kein Glück.
  • Wenn es eine PCI card ist, brauchen Sie das Kommando „lspci -nn“ um die Karten Informationen anzuzeigen. In manchen Fällen, z.B. bei Karten mit Broadcom Chipsatz, reicht das schon um den Chipsatz festzustellen. Das “-nn“ sollte die PCI ID anzeigen. Ein Beispiel wie eine PCI ID aussieht ist „168c:0013“ für eine Atheros Chipsatz Karte. Sobald Sie die PCI ID haben, gibt es viele Webseiten um darauf nachzuforschen. Einige Seiten sind http://pciids.sourceforge.net/ oder http://www.pcidatabase.com/. Sie können andere Seiten finden indem Sie nach „PCI ID“ suchen. Es werden auch die benötigten und benutzten Kernel Module angezeigt, was sehr nützlich ist. Dies kann sehr hilfreich beim Identifizieren des Chipsatzes sein.
  • Wenn di Hardware ein USB dongle ist, benutzen Sie das Kommando „lsusb“ um die ID anzuzeigen. In manchen Fällen funktioniert „lsusb“ nicht (z.B. wenn usbfs nicht gemountet ist), und Sie können die ID vom Kernel Log bekommen indem Sie „dmesg“ benutzen (oder in /var/log/messages).
  • Wenn die Karte eine Cardbus card (32 bits Pcmcia) ist, und wenn Sie eine relativ neue Kernel benutzen (2.4.X oder höher) mit dem Kernel Pcmcia Subsystem, benötigen Sie das Kommando „lspci -nn“ um die Karten ID anzuzeigen. Wenn die Karte eine Cardbus card (32 bits Pcmcia) ist, und Wenn Sie eine ältere Kernel mit dem standalone Pcmcia Subsystem benutzen, brauchen Sie das Kommando „cardctl ident“ um die ID anzuzeigen. Probieren Sie beides und sehen Sie was herauskommt.
  • Wenn die Karte eine echte Pcmcia card (16 bits) ist, und wenn Sie Kernel 2.6.14 oder neuer benutzen, müssen Sie das Kommando „pccardctl ident“ benutzen um die card ID anzuzeigen. Wenn Sie eine ältere Kernel benutzen, brauchen Sie das Kommando „cardctl ident“ um die ID anzuzeigen. Beachten Sie, dass cardmgr auch einige Informationen in das message log schreibt. (/var/log/daemon.log) Diese könnten von der realen Card ID abweichen.
  • Das „lsmod“ Kommando kann benutzt werden um die geladenen Module anzuzeigen. Wenn die WLAN-Karte automatisch gefunden wurde können sie rückwärts vorgehen basierend auf den im Kernel geladenen Modulen um den Chipsatz herauszufinden.

Auch wenn Sie Windows benutzen, können Sie die Linux Techniken anwenden indem Sie von einer Live Distro booten.

In einer Windows Umgebung versuchen Sie ein Hardware analyse Werkzeug zu benutzen wie HWiNFO um den Chipsatz zu bestimmen.

Wenn Sie es nicht schaffen den Chipsatz Ihrer WLAN-Karte zu bestimmen, haben Sie kein Glück. Ihre Optionen sind eine Karte von der Kompatibilitätsliste zu kaufen oder eine Karte zu finden und zu identifizieren welche ihren Ansprüchen gerecht wird und diese zu kaufen.

Wenn Sie den Chipsatz kennen machen Sie mit dem nächste Schritt weiter.

Die Fähigkeiten des Chipsatzes prüfen

Benutzen Sie die Compatibly Section um herauszufinden welche features Ihr Chipsatz in Verbindung mit Ihrem Betriebssystem bereitstellt.

Wenn dies Ihren Ansprüchen gerecht wird, super. Wenn nicht denken Sie über ein anderes Betriebssystem oder eine andere Karte nach.

Wenn Ihr Hauptsystem Windows ist, und Sie die Linux features benutzen wollen, denken Sie über eine Live Distro nach. Auf diese Art haben Sie das beste von beiden Seiten.

Fahren Sie mit dem nächsten Schritt um den nötigen Treiber und die Patches zu bestimmen fort.

Feststellen welche Treiber und Patches nötig sind

Mit der Drivers Section können Sie nun die benötigten Treiber für Ihren Chipsatz und Ihr Betriebssystem bestimmen. Auf der Webseite sind Links zu den benötigten Programmen.

Unter Linux müssen Sie normalerweise die Treiber zuerst patchen um die Fortgeschrittenen Features wie den monitor mode und injection Fähigkeit nutzen zu können. Die meisten Patches können hier gefunden werden. Denken Sie daran, dass Sie die kernel headers und, in einigen Fällen, und die Kernel Sources auf Ihrem System brauchen um die Treiber zu Kompilieren.

Dieses Tutorial wird keine detaillierten Informationen zum patchen ihres Systems liefern.

Wenn Sie nicht die Fähigkeiten oder Erfahrungen haben um Ihr System zu patchen, überlegen Sie sich eine Linux Live Distro wie BackTrack zu benutzen welche alle gepatchten Treiber bereits hat.

Eine Karte wählen

Wenn Sie andererseits bereits wissen, welche Features ein Chipsatz bereitstellt können Sie Compatible card list benutzen um eine Karte zu finden die diesen Chipsatz benutzt.

Dieses Tutorial wird Ihnen auch helfen wenn Sie über den Kauf einer Karte nachdenken und Sie wissen wollen welche Features der Chipsatz bereithält.

de/compatible_cards.txt · Zuletzt geändert: 2010/11/24 20:02 von drrot